Gutachten – rechtssicher und sprachlich einwandfrei verfassen (Seminar | Dresden)

Webcode: UDS256

Ziel

Bei Baumängeln und Bauschäden sind häufig Gutachten erforderlich, um den Sachverhalt aufzuklären und fachlich zu beurteilen. Die Beurteilungsgrundlagen sind durch den gerichtlichen Auftrag bzw. die vertragliche Regelung im Einzelfall definiert.

Die Qualität der Gutachten ist entscheidend, um interes-sengerechte und wirtschaftlich vertretbare Lösungen zu finden. Kernanforderungen dabei, komplexe Sachverhalte fachlich korrekt, inhaltlich sowie sprachlich nachvollziehbar und rechtssicher darzustellen. Dafür sind grundlegende Kenntnisse über den Aufbau, Inhalt und Stil von Gutachten sowie zu bauvertraglichen und prozessrechtlichen Sachverhalten unerlässlich.

Ziel des Seminars ist, den Teilnehmern das erforderliche Wissen zur Erstellung von Gutachten kompakt zu vermitteln und das „Handwerkszeug“ für sprachlich und rechtlich einwandfreie Formulierungen mitzugeben. Anhand von Beispielen aus der Baupraxis wird verdeutlicht, wie mit typischen Problemstellungen und „Formulierungstücken“ umzugehen ist.

Zielgruppe

Architekten, Ingenieure, Sachverständige, die als Gutachter tätig sind oder werden wollen.

Aus dem Inhalt

Einführung

  • Sinn und Zweck, Anforderungen an Gutachten
  • Arten von Gutachten (Privatgutachten, Schieds-gutachten, Gerichtsgutachten)
  • Auftragsklärung und Vertrag

Aufbau und Inhalt von Gutachten

  • Inhaltliche Gestaltung
  • Gliederung
  • Darstellung der Befunde und Empfehlungen
  • Allgemeine Hinweise
  • Risikobegrenzung

Prozessrechtliche Grundlagen (Überblick)

  • Beweismittel und -verfahren, Beweisbeschluss
  • Anknüpfungs- und Befundtatsachen
  • Abgrenzung Tatsachen- und Rechtsfragen
  • technische Vertragsauslegung

Baurechtliche Grundlagen

  • Begriff „Mangel“/ Bedeutung aRdT/technischen Normen
  • Mangelbeseitigung, Minderung, Schadensquoten

Stilkunde

  • Auswertung Beispielgutachten
  • Formulierungsempfehlungen

Praxisbeispiele

Dozent

Dr. Christoph Möllers
Fachanwalt für Bau- u. Architektenrecht sowie Rechtsanwalt im Unternehmens- und Gesellschaftsrecht, SNP Schlawien Partnerschaft mbB, Dresden

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: Donnerstag, 26. November 2026 09:00 – 16:15

Eventort: Dresden

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Brandmelde- und Alarmierungsanlagen – Anforderungen nach Anhang 14 der MVV TB (TR TGA) (Seminar | Online)

Webcode: TRTGA3

Ziel

Seit der im Januar 2020 veröffentlichten Novellierung der MVV TB gibt es mit dem Anhang 14 eine „Technische Regel Technische Gebäudeausrüstung – TR TGA“. In dieser technischen Regel werden konkrete Anforderungen für Planung, Ausschreibung und Ausführung der Anlagen der Technischen Gebäudeausrüstung beschrieben.

Erstmalig wurde auch festgelegt, welche harmonisierten Anforderungen aus den europäischen Bauproduktnormen in welcher Ausprägung in der Planung anzugeben sind und anhand welcher Stufen- und Klassenmöglichkeiten der Planer Festlegungen für das konkrete Vorhaben treffen muss.

In den Seminaren werden die nationalen Anforderungen an die jeweilige prüfpflichtige sicherheitstechnische Anlage sowie die Feuerungsanlagen kompakt vorgestellt und erläutert. Konkret wird dabei an Beispielen aufgezeigt, welche Leistungsangaben notwendig sind, um diese Anlagen ordnungsgemäß zu planen und auszuführen. Einen Schwerpunkt bildet dabei auch das Thema der Ver- und Anwendung von Bauprodukten und Bauarten einschl. der damit verbundenen Nachweisverfahren.

Dozent

Frank Möller
ö.b.u.v. Sachverständiger für anlagentechnischen Brandschutz (IHK Kassel-Marburg), Zertifizierter Sachverständiger für Brandschutz – gebäudetechnischer Brandschutz (EIPOSCERT), Zertifizierter Fachplaner für Brandmeldeanlagen nach DIN 14675, Meister im Elektrotechniker-Handwerk, Möller BSP GmbH, Zierenberg

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: Dienstag, 20. Oktober 2026 09:00 – 11:30

Eventort: Online

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Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz (Seminar | Hamburg)

Webcode: BRS2

Ziel

Für Brandschutzkonzepte von Standardbauten dient dem Konzeptersteller die Landesbauordnung mit den explizit benannten materiellen Anforderungen als Bewertungsgrundlage für den Nachweis des Brandschutzes. Für Sonderbauten reichen die üblichen Vorschriften jedoch häufig nicht aus, da diese Bauten wegen ihrer Nutzung, Größe oder hoher Personenzahlen ein erhöhtes Gefahrenpotenzial bergen. Hier ist der Entwurfsverfasser, der Fachplaner Brandschutz in der Pflicht, in einem objektspezifischen Brandschutzkonzept das Erreichen der Schutzziele des Brandschutzes zu belegen.

Die Fachfortbildung vermittelt aufbauend auf dem Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz vertiefende Kenntnisse zu den in Sonderbauvorschriften beschriebenen besonderen Anforderungen und möglichen Erleichterungen. Ziel ist es, schlüssige und schutzzielorientierte Brandschutzkonzepte für Sonderbauten erarbeiten zu können sowie Konzepte anderer Verfasser zu bewerten und fortzuschreiben. Fachplaner mit mehrjähriger und umfassender Berufserfahrung können damit ihre berufliche Qualifizierung fortsetzen und sich auf ein Anerkennungsverfahren entsprechend den Regelungen ihres Bundeslandes vorbereiten.

Zielgruppe

Die Fachfortbildung wendet sich insbesondere an Ingenieure und Architekten aus der Bauplanung und Bauausführung, der technischen Gebäudeausrüstung, von Baubehörden, Brandschutzdienststellen oder aus der Industrie mit mehrjähriger Berufserfahrung in der Bauwirtschaft und im Brandschutz.

Zugangsvoraussetzungen

  • akademischer Abschluss in einem baufachlichen Bereich oder in einer anderen Ingenieurdisziplin und mindestens zweijährige Berufserfahrung im vorbeugenden Brandschutz oder
  • mindestens Ausbildung im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst und eine mindestens zweijährige Berufserfahrung im Brandschutz oder
  • einschlägiger Berufsabschluss und eine mindestens fünfjährige Berufserfahrung im vorbeugenden Brandschutz

Darüber hinaus ist erforderlich:

  • erfolgreicher Abschluss der Fachfortbildung „Fachplaner für vorbeugenden Brandschutz (EIPOS)“ mit mindestens Prädikat „befriedigend“

Die Zulassung von Teilnehmern mit abweichenden Voraussetzungen ist über eine Zulassungsprüfung möglich.

Aus dem Inhalt

Sachverständigenwesen

  • Brandschutzprüfung

Brandschutz bei Sonderbauten aus Sicht der Feuerwehr

  • Beteiligung der Feuerwehr/Brandschutzdienststelle
  • Kritische Problemfelder in Sonderbauten aus Sicht der Feuerwehr

Erstellen und Bewerten von Brandschutzkonzepten

  • Verkaufsstätten
  • Krankenhäuser
  • Pflegeheime, Pflegeeinrichtungen und betreute Wohnformen
  • Industriebau
  • Hochhäuser
  • Versammlungsstätten
  • Schulen und Kindergärten
  • Beherbergungsstätten
  • Mittel- und Großgaragen
  • Bewertung von Brandschutzkonzepten an Beispielprojekten

Technischer Brandschutz – Sicherheitstechnische Anlagen

  • Brandmeldeanlagen und Alarmierung
  • Feuerlöscheinrichtungen und -anlagen
  • Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
  • Leitungs- und Lüftungsanlagen
  • Sicherheitsstromversorgung, Sicherheitsbeleuchtung
  • Zusammenwirken sicherheitstechnischer Anlagen

Spezielle Themen des Brandschutzes

  • Einführung in die Brandsimulation
  • Grundlagen der Personenstromanalyse
  • Brandschutz im Holzbau

Dozent

Erfahrene Prüfingenieure, Prüfsachverständige, Projektingenieure, leitende Mitarbeiter von Fachbehörden und Feuerwehren, u.a. Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Daniel Anwander, M.Eng, Dipl.-Ing. (FH) Gunnar Buhl, Dipl.-Ing. (FH) Tanja Bruckmeier, MEng., Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Edbauer, M.Eng., Prof. Dr. techn. Sven Huismann, Dipl.-Ing. Susanne Ludwig, Dipl.-Ing. Ulf Müllenberg, Dipl.-Ing. Univ. Jochen Noack, Dipl.-Ing. Matthias Otto MEng, Prof. Dr.-Ing. Frank Riesner, Dipl.-Ing. (FH) Andrej  Sljunko, Dipl.-Ing. BDB Carsten Steiner, Dipl.-Ing. Klaus Veenker

Prüfung

2 schriftliche Prüfungen, mündliche Prüfung

Abschluss

Sachverständiger für vorbeugenden Brandschutz (EIPOS)

Zusätzliche Informationen

Neben der Weiterbildung und Qualifikation bei EIPOS besteht nach erfolgreichem Abschluss und dem Vorliegen der Zulassungsvoraussetzungen die Möglichkeit für eine Personenzertifizierung beispielsweise bei der nach der europäischen Norm DIN EN ISO/IEC 17024 akkreditierten Zertifizierungsstelle EIPOSCERT im Bereich Brandschutz.

Eventdatum: 10.09.26 – 05.02.27

Eventort: Hamburg

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Brandschutz für Lager und Logistikzentren (Seminar | Online)

Webcode: UDS251

Ziel

Der Bau von Lagerhallen oder Logistikzentren erscheint simpel. Aber es gehört mehr dazu, als eine Halle mit Regalen zu planen. Vielfältige Logistikfunktionen erfordern eine Innengestaltung, der sich die Gebäudehülle unterordnet. Brandschutz setzt bei der Konstruktion und der Gebäude-/Anlagentechnik an und muss früh beachtet werden. Hochregalanlagen sind wegen der Materialkonzentration und eingeschränkter Zugänglichkeit bei der Brandbekämpfung besonders zu betrachten.

Im Seminar werden die Möglichkeiten, die die Muster-Industriebau-Richtlinie (MIndBauRL) speziell für die Planung von Logistikzentren bietet, vorgestellt. Dabei werden auch die brandschutztechnischen Empfehlungen der VDI-Richtlinie 3564 für die Planung und Errichtung sowie den Betrieb von Hochregalanlagen betrachtet. Die VDI-Richtlinie schließt mit den Anforderungen für Hochregalanlagen mit Lagerguthöhen über 9 m die Lücke der MIndBauRL.

Aus dem Inhalt

Grundlagen der Entwurfsplanung

  • Arten von Lagerhallen, Besonderheiten, spezifische Brandrisiken
  • Bauordnungsrechtliche Vorschriften (MIndBauRL, VDI 3564)
  • Anforderungen der Sachversicherer (VdS, FM), Arbeitsschutz

Entwicklung eines Brandschutzkonzeptes am Beispiel Logistikzentrum

Brandschutz nach MIndBauRL

  • Brandlast, Lagergut, Lagerhöhen etc
  • Brandbekämpfungsabschnitt/Brandabschnitt,  Geschoss-Ebene-Einbau
  • Rettungswege, RWA, BMA
  • Feuerlöschanlagen bei Hochregalen

spezifische Fragestellungen

  • Lagerungen im Bereich der Außenfassade
  • Beurteilung von Regalen und begehbaren Regalanlagen
  • anpassbarer Brandschutz (Änderung der Lagerung, Erweiterung)

Hochregalanlagen nach VDI-Richtlinie 3564

  • besondere bauliche, technische, organisatorische Anforderungen
  • Steuerung automatischer Regalbediengeräte und Fördertechnik

Praxisbeispiele

Dozent

Dipl.-Ing. (FH) Carsten Willmann 
Sachverständiger für vorbeugenden/ abwehrenden Brandschutz, Leinfelden

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: Donnerstag, 26. November 2026 09:00 – 16:30

Eventort: Online

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Seminarreihe: Fit im Umgang mit Bauprodukten und Bauarten im Brandschutzalltag (Modul 1-6) (Seminar | Online)

Webcode: BBB

Ziel

Mit der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen ist das komplexe Thema der Verwendung von Bauprodukten und der Anwendung von Bauarten noch stärker in den Fokus der am Bau Beteiligten gerückt. Auch wenn die in der MVV TB dargelegten Regelungen nicht gänzlich neu sind – tun sich viele Fachplaner, Sachverständige und ausführende Unternehmen schwer, wenn es um die Nachweise der eingebauten Produkte, die bestehenden Dokumentationspflichten und Anwendungsregeln geht. 

Die Online-Seminarreihe vermittelt in kompakten Einheiten umfassend und detailliert Fachwissen im Umgang mit Bauprodukten und Bauarten in der Praxis. Sie erhalten eine solide Basis für den Umgang mit den formalen Anforderungen und wertvolle Hinweise für Ihre tägliche Arbeit. 

Die Module bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln gebucht werden.

Dozent

Dipl.-Ing. Thomas Krause-Czeranka
Ingenieurbüro Krause-Czeranka, Unna und Mitarbeiter Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen, Erwitte

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: 19.10.26 – 06.11.26

Eventort: Online

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Sommerlicher Wärmeschutz (Seminar | Online)

Webcode: UDS229

Ziel

Einflussgrößen, Anwendung und Grenzen des Normverfahrens, Nachweis per Simulation

Der Normnachweis des sommerlichen Wärmeschutzes stellt derzeit die einzige obligatorische Anforderung an das Überhitzungsrisiko natürlich-klimatisierter, neu zu errichtender Gebäude dar. Er ist damit eine wichtige Maßnahme zur Gewährleistung raumklimatischer Mindeststandards. Die aktuelle Fassung der zugrundeliegenden Norm DIN 4108-2 (12/2024) hält am Verfahrensprinzip der Vorgängerversionen fest und ermöglicht zwei Nachweisansätze, einen über das Sonneneintragskennwertverfahren und einen über die thermische Simulation (ingenieurmäßiges Berechnungsverfahren). Beide Ansätze haben ihre Berechtigung und ihre Einsatzgrenzen.

Ungeachtet der zur Verfügung stehenden Verfahren ist der Fachplaner dazu verpflichtet, einen geeigneten Weg zur Gewährleistung des sommerlichen Wärmeschutzes zu wählen. Er kann sich nämlich nicht auf die Erfüllung von Normnachweisen berufen, sondern schuldet ein funktionsfähiges und den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechendes Bauwerk. Dies zu gewährleisten ist angesichts der aktuellen Baupraxis (große Fensterflächen, leichte Bauweisen, kompakte Kubatur) eine große Herausforderung und erfordert entsprechende Hintergrundkenntnisse zum Sommerlichen Wärmeschutz im Allgemeinen und den Verfahren im Speziellen.

Zielgruppe

  • Architekten
  • Bauingenieure
  • Sachverständige
  • und weitere Interessierte

Aus dem Inhalt

Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über die Zusammenhänge und Nachweismethoden des sommerlichen Wärmeschutzes von Gebäuden zu geben. Zu den erläuterten Einflussfaktoren zählen die baukonstruktiven Gegebenheiten (Gläser, Sonnenschutz, speicherwirksame Bauwerksmasse, Raumkubatur, Luftwechsel), die klimatischen Bedingungen und die Anforderungen der Gebäudenutzer (Behaglichkeitsanforderungen).

Vor diesem Hintergrund werden sowohl die Nachweis-ansätze der Norm als auch alternative Ansätze vorgestellt und deren Anwendungsgrenzen aufgezeigt. An Hand von Beispielbauten wird gezeigt, wann die Anwendung eines Simulationsverfahrens vorteilhaft gegenüber dem vereinfachten Verfahren ist und umgekehrt.

  • Grundlagen Sommerlicher Wärmeschutz
  • Kennwerte von Gläsern und Fenstern
  • Verschattungssysteme / Sonnenschutz
  • Speicherwirksame Bauwerksmasse
  • Lüftung/ Luftwechsel im Sommer
  • Raumklimatische Anforderungen im Sommer (Behaglichkeit, Erträglichkeit)
  • Rechtliche Aspekte des Sommerlichen Wärmeschutzes
  • Nachweisverfahren im Überblick
  • Sonneneintragskennwertverfahren gemäß DIN 4108-2 (12/2024)
  • Simulationsnachweis gemäß DIN 4108-2 (12/2024) mit THERAKLES
  • Vergleich der Verfahrensansätze

Dozent

Prof. Dr.-Ing. Peggy Freudenberg
Bauklimatik Freudenberg, Dresden, Professorin für Bauingenieurwesen, IU Internationale Hochschule, Leipzig

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: Mittwoch, 09. September 2026 09:00 – 14:15

Eventort: Online

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Fachplaner für Bauen im Bestand (Schulung | Dresden)

Webcode: BAUIB

Ziel

Die Bauwirtschaft verlagert ihren Schwerpunkt zunehmend auf die Sanierung von Bestandsbauten, die rund 75 % des Baugeschehens ausmachen. Im Mittelpunkt stehen Erhaltung, Instandhaltung, Instandsetzung, Modernisierung und Restaurierung bestehender Gebäude. Dabei gewinnen Aspekte wie Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit stetig an Bedeutung.

Architekten, Ingenieure und Bauleiter stehen vor komplexen Herausforderungen: historische Bauweisen, konstruktive Besonderheiten und technologische Anforderungen erfordern ein spezialisiertes Fachwissen, das über die klassische Ausbildung hinausgeht. Die berufsbegleitende Fachfortbildung schließt diese Lücke und qualifiziert praxisnah für Planung, Überwachung und Sanierung im Bestand. Der Lehrplan umfasst alle relevanten Projektphasen von der Bestandsaufnahme über die Diagnostik bis zur Planungsumsetzung und deckt ein breites Spektrum konstruktions- und materialspezifischer Themen ab.

Im Fokus steht die Vermittlung fundierter Kenntnisse in nachhaltiger Baupraxis, Gebäudediagnostik und moderner Planungs- und Umsetzungsverfahren. Durch die enge Verknüpfung von theoretischen Grundlagen mit praktischen Anwendungen erlangen die Teilnehmer die notwendige Sicherheit, um komplexe Sanierungsprojekte zukunftsorientiert und nachhaltig umzusetzen. Ziel ist es, eine umfassende fachliche Qualifikation zu vermitteln, um nachhaltige und zukunftsorientierte Sanierungsprojekte erfolgreich zu planen und umzusetzen.

Zielgruppe

Architekten und Ingenieure, berufserfahrene Baupraktiker aus der Planung, Überwachung und Bauausführung, Meister, Techniker

Zugangsvoraussetzungen

  • akademischer Abschluss in einem baufachlichen Bereich oder in einer anderen Ingenieurdisziplin und eine mindestens zweijährige Berufserfahrung in der Bauwirtschaft
  • einschlägiger Berufsabschluss (Meister/Techniker) und eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in der Bauwirtschaft

Aus dem Inhalt

Grundlagen, Ziele, Konzept

  • Bauphysikalische Grundlagen des Wärme- / Feuchteschutzes
  • Baudiagnostik im Denkmalbestand
  • Energetische Gebäudeinstandsetzung
  • Nachhaltigkeit in der Sanierung

Baudiagnostik und Schadensanalyse

  • Bestandsaufnahme / Baugrundanalysen
  • Baustoffdiagnostik im Massivbau
  • Holzschutz / Baudiagnostik im Holzbau
  • Radonschutz
  • Schadstoffanalyse

Nachhaltige Sanierung / Instandsetzung

  • Gründungen / Fundamente / Abdichtungen
  • Naturstein / Mauerwerksinstandsetzung
  • Instandsetzung und Verstärkung von Massivbauteilen
  • Fassadeninstandsetzung (Putz, WDVS)
  • Decken und Dachtragwerke in Holzbauweise
  • Instandsetzung historischer Dachtragwerke und Decken
  • Instandsetzung von Flach-, Steil- und Gründächern
  • Instandsetzung von Balkonen, Dachterrassen, Loggien, Laubengängen
  • Tragwerke aus Stahl und Gusseisen

Recht, Kostenmanagement, digitale Planungsprozesse

  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Haftung im Sanierungsprozess
  • Kostenplanung und Projektsteuerung
  • Leistungsverzeichnisse und Leistungsbeschreibungen
  • Digitalisierung und BIM in der Sanierungsplanung

Trainingsprozess am Sanierungsbeispiel      

  • Bestandsaufnahme (Geometrie, Konstruktion, Material, Geschichte)
  • Sanierungsziele / Zustandsdokumentation
  • Sanierungsplanung, Kostenschätzung, Leistungsbeschreibung

Prüfung

schriftliche Prüfung
Belegarbeit
mündliche Prüfung

Abschluss

Fachplaner für Bauen im Bestand (EIPOS)

Zusätzliche Informationen

Die Fachfortbildung wird in Kooperation mit der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) durchgeführt.

Eventdatum: 26.11.26 – 11.06.27

Eventort: Dresden

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Fit im Umgang mit Bauprodukten und Bauarten im Brandschutzalltag – Modul 1 (Seminar | Online)

Fit im Umgang mit Bauprodukten und Bauarten im Brandschutzalltag – Modul 1: Bauaufsichtliche Nachweise verstehen und richtig anwenden

Seminar

Webcode: BBB1

Ziel

Mit der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen ist das komplexe Thema der Verwendung von Bauprodukten und der Anwendung von Bauarten noch stärker in den Fokus der am Bau Beteiligten gerückt. Auch wenn die in der MVV TB dargelegten Regelungen nicht gänzlich neu sind – tun sich viele Fachplaner, Sachverständige und ausführende Unternehmen schwer, wenn es um die Nachweise der eingebauten Produkte, die bestehenden Dokumentationspflichten und Anwendungsregeln geht. 

Die Online-Seminarreihe vermittelt in kompakten Einheiten umfassend und detailliert Fachwissen im Umgang mit Bauprodukten und Bauarten in der Praxis. Sie erhalten eine solide Basis für den Umgang mit den formalen Anforderungen und wertvolle Hinweise für Ihre tägliche Arbeit. 

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Dozent

Dipl.-Ing. Thomas Krause-Czeranka
Ingenieurbüro Krause-Czeranka, Unna und Mitarbeiter Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen, Erwitte

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: Montag, 19. Oktober 2026 09:00 – 12:00

Eventort: Online

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Bauproduktenrecht und Baudokumentation im Brandschutz (Seminar | Online)

Webcode: UDS391

Ziel

Ein grundsätzliches bauproduktenrechtliches Wissen sollte bereits im Planungsprozess gegeben sein und wird in den späteren Leistungsphasen umso wichtiger. Aufgrund der europarechtlichen Verfahren und der damit einhergehenden nationalen Baurechtsnovellierung ist es elementar geworden, die Eignung jedes Bauprodukts sowie von Bauarten für den konkreten bauwerksbezogenen Einsatzzweck zu prüfen und mit den richtigen Nachweisen zu dokumentieren.

Die Stagnation der europäischen Normung in Kombinationen mit fehlenden Leistungsmerkmalen, welche national insbesondere auch für den Fachbereich Brandschutz benötigt werden, führen zu einer komplexen Nachweissituation im Zuge der Baudokumentation.

Inhalt des Seminars ist daher die Grundlagenvermittlung zu den schwierigen bauproduktenrechtlichen Zusammenhängen und die Auswirkung auf die Nachweisführung zu Bauprodukten und Bauarten. Vermittelt wird zudem, wie derzeit mit fehlenden Leistungsmerkmalen bei europäischen harmonisierten Bauprodukten umgegangen werden muss. Weitere wichtige Punkte sind zudem die Differenzierung zwischen der Verwendung und Anwendung und das Zusammenspiel mit der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VV TB).  Es wird auch ein Einblick in die derzeit stattfindende Novellierung des europäischen Bauproduktrechtes gegeben.

Zielgruppe

Fachplaner/Sachverständige für Brandschutz, Fachplaner für technische Gebäudeausrüstung, Bauleiter/Bauüberwacher, Mitarbeiter technisches Gebäudemanagement

Aus dem Inhalt

Bauproduktenrecht und Baudokumentation – Grundlagen

  • Verwendung und Anwendbarkeit von Bauprodukten und Bauarten
  • Umgang mit Leistungserklärungen und Bauartgenehmigungen
  • Lückenschluss bei europäischen Bauprodukten und Prioritätenliste

Zusammenhänge zwischen Produktnachweisen und der VV TB

Die neue europäische Bauproduktenverordnung

Übungen und Fallbeispiele

Dozent

Patrick Gerhold, B.Eng. M.Sc.
Prüfsachverständiger für Brandschutz bei der WERNER & GERHOLD PartGmbB, Unna

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Eventdatum: Mittwoch, 25. November 2026 09:00 – 16:30

Eventort: Online

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Nachweisführung für Ingenieurmethoden im Brandschutz nach DIN 18009-1 (Seminar | Online)

Webcode: UDS349

Ziel

Leistungsbezogene Nachweise bieten Brandschutzplanern mehr Ermessensspielraum bei der brandschutztechnischen Bewertung komplexer baulicher Anlagen. Mit Teil 1 der Normenreihe DIN 18009 „Brandschutzingenieurwesen“ wurden genormte Qualitätsstandards für solche Nachweise geschaffen. Sowohl Planern als auch Bauaufsichtsbehörden ist es damit möglich, einen systematischen Ansatz bei der Bewertung von Brandgefahren sowie bei der Beurteilung und Bemessung von Brandschutzmaßnahmen zu verfolgen.

Die Anwendung ingenieurtechnischer Verfahren zur schutzzielorientierten Nachweisführung oder objektspezifischen Dimensionierung von Maßnahmen setzt zahlreiche Vorüberlegungen zu Annahmen, Randbedingungen und Dokumentationspflichten voraus. In DIN 18009-1 sind dafür die notwendigen Arbeitsschritte geregelt, die im Seminar vorgestellt werden. Für die Vorbereitung leistungsbezogener Nachweise wird zudem gezeigt, wie bei der Konkretisierung von Schutzzielen, der Abschätzung von Risiken sowie der Festlegung relevanter Szenarien vorzugehen ist.

Das Seminar richtet sich an Konzeptersteller und -prüfer, die leistungsbezogene, rechnerische Nachweise durchführen oder beurteilen wollen. Es werden Empfehlungen zur Grundlagenermittlung, zur Auswahl von Modellen und zur Abschätzung von Annahmen gegeben, die den Berechnungen vorausgehen müssen.

Hinweis:

Wie der ingenieurtechnische Nachweisweg nach DIN 18009-1 zur plausiblen Begründung von Abweichungen genutzt werden kann, wird im Seminar „Abweichungen im Brandschutzkonzept – Grundlagen für Ingenieurgemäße Begründungen“ (Webcode: UDS348).

Aus dem Inhalt

Bedeutung und Verbindlichkeit der DIN 18009

  • Anwendungsbereich, normative Verweisungen, Begriffe
  • Grundsätze der Anwendung

Leistungsbezogene Nachweisführung mit Beispielen

  • Identifizierung und Konkretisierung von Schutzzielen
  • Identifizierung von Brandgefahren und Abschätzung von Risiken
  • Auswahl relevanter Szenarien und deren Konkretisierung
  • Auswahl von Modellen
  • Sicherheitskonzept und Sicherheitsbeiwerte
  • Besonderheiten im Bestand

Dokumentation

Sicherstellung der Wirksamkeit und Zulässigkeit

Dozent

Dr.-Ing. Jürgen Wiese
Mitglied des Normenausschusses beim DIN: NA 005-52-21 AA „Brandschutzingenieurverfahren“, Ehem. Wissenschaftlicher Leiter Fire-Engineering, Halfkann und Kirchner

Abschluss

EIPOS-Teilnahmebescheinigung

Zusätzliche Informationen

Grundlagen:

Abweichungen im Brandschutzkonzept – Argumente und Begründung

Eventdatum: Dienstag, 08. September 2026 08:00 – 14:15

Eventort: Online

Firmenkontakt und Herausgeber der Eventbeschreibung:

EIPOS – Europäisches Institut für postgraduale Bildung GmbH
Freiberger Straße 37
01067 Dresden
Telefon: +49 (351) 40470-4210
Telefax: +49 (351) 40470-490
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